Trettachspitze 2595m

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Trettach von Einödsbach

Trettachspitze - Überschreitung III-

Talort: Oberstdorf (815)
Forum: Kletterforum zum Allgäu
Wetter: Wetter in Oberstdorf
Tour-Datenbank: - Nordostgrat III
- Nordwestgrat III-
Schwierigkeit: Je eine Stelle III- an beiden Graten. Ansonsten bewegt sich die Schwierigkeit am Nordostgrat im II Grad, am Nordwestgrat meist I. Obwohl die Route häufig begangen wird und dementsprechend abgeklettert ist, sollte man nist Griffen und Tritten nicht blind vertrauen. Bei starkem Nebel oder Wetterumbruch empfiehlt es sich über den Zustiegsgrat wieder abzusteigen.
Charakter: Die Trettachspitze - Überschreitung, ist in jenem Schwierigkeitsgrad wohl die meist begangen Klettertour in den Allgäuer Alpen. Auf der Stellenweise ausgesetzten Route eröffnen sich schöne Fern- und Tiefblicke.
Obwohl die Route häufig begangen wird und dementsprechend abgeklettert ist, sollte man nist Griffen und Tritten nicht blind vertrauen
Absicherung: Am Nordwestgrat steckt ein gebohrter Ringhaken am ende der Platte zum Abseilen dient. Ansonst stecken keine Haken. Die Absicherung erfolgt an Felskopfschlingen und Keilen, für die es reichlich Möglichkeiten gibt.
Wandhöhe: 150 Meter
Seillänge: 60 Meter Einfachseil, besser jedoch ist ein 60 Meter Doppelseil.
Ausrichtung: Nord, Nordost, Nordwest
Tourenbericht:
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Zustieg:

Wer mit der Bahn anreist fährt von dort mit dem Bus bis Birgsau  (Fahrplan, Pdf-Datei 185 KB).
Mit dem Auto ist es möglich bis zum Parkplatz der Fellhornbahn zu fahren, ab hier kann man dann dem Bus zusteigen und bis Birgsau fahren oder man geht zu Fuß (1/2 Std.).
Wer die Möglichkeit hat mit dem Rad zu fahren, kann von Oberstdorf bis Einödsbach radeln (1 Std., 12 km).

Von Birgsau im Stillachtal  geht es auf der Fahrstraße Talein, an der Weggabelung links und dem Wegweiser nach Einödsbach folgen. In Einödsbach kurze zeit dem Weg in Richtung Waltenberger Haus folgen, nach dem ersten Gatter liegen zur rechten Hand einige Felsblöcke, hinter dem größten Böck mit Gedenkkreuz nach links über die Wiese ansteigen und über den  Pfad, der am Waldrand ersichtlich wird, hinauf zur Einösbacheralm (1589 Hm). Unmittelbar hinter der neuen Almhütte, nach rechts und über den Grasrücken weiter aufsteigen, bis eine  Wegspur nach rechts führt, über den rechten Weg durch  die Westflanke zum Grat. Auf deutlicher Wegspur weiter am Grat ansteigen an einem Holzkreuz vorbei und über die Westflanke des des Wildengrunkopf steil nach oben queren. Nach einer Geländekante eröffnet sich der Blick auf die Trettachspitze und weiter bis auf die  Märchenwiese unterhalb des Trettach - Nordwandkessel. Weiter über die deutlichen Trittspuren in den Nordwandkessel der Trettach. Der Einstieg befindet sich links des großen Firnfeldes und der markanten der  Wasserinne.
Vom Birgsau bis zum Einstieg benötigt man ca. 2½ - 3 Std.

Topo:

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Routenführe: Aufstieg über Nordostgrat:

- vom Einstieg bis zum Gipfel ca. 1 Std.
- eine stelle III oder III-, sonst II

Vom Einstieg geht es über die gutgriffigen, geneigte Platte (II) gerade hoch durch die Nordwand, bis zu einem Firnfleck der meist bis in den Spätsommer sichtbar ist. Nun quert man nach links oben zur ausgesetzten Gratkante des Nordostgrats. Immer direkt am Grat geht es in schöner Kletterei, mit reichlichen Sicherungsmöglichkeiten bis zum Blodigkessel empor. Hier hat man die Wahl entweder durch eine etwas leichtere Verschneidung links zu gehen (etwas brüchig, III-), oder recht durch eine steile Rinne (lohnender, III) zu klettern um kurz darauf den Gipfel zu erreichen.

Abstieg über Nordwestgrat:

- ca. 1/2 bis 1 Std. für den Abstieg
- eine Stelle III-, sonst meist II und I

Vom Gipfelkreuz geht es direkt über den zunächst mit Schutt bedeckten Nordwestgrat abwärts (I), der sich schon bald verengt. Bei der ersten ausgesetzten Stelle sich nicht nach rechts in die Nordwand leiten lassen, sondern direkt weiter am Grat zu einer kleinen Scharte. Hier nun durch die nördliche Rinne absteigen, die rinne wird in ihrem verlauf immer steiler (II) und endet an einem senkrechten fast überhängenden Abbruch. An jenem Abbruch (III-) klettert man ein wenig nach rechts (westlich) und in einem großen Schritt auf den Absatz (Ringhaken). Nun weiter über gestufte Platte weiter absteigen vorbei an einem Gedenkkreuz zu der Scharte zwischen Trettach und kleiner Trettach. Von hier wieder über geneigte Platten in nördlicher Richtung zurück ins Nordwandkar der Trettachspitze.

Abstieg:

Entweder geht man den Zustiegsweg zurück nach Einödsbach (ca. 2 Std.) oder man folgt der Wegspur, bei der Märchenwiese, weiter, quert unterhalb der Westwände der Trettach vorbei. Über Geröll- und Grashänge querend (Vorsicht bei Nässe) erreicht man in ca. 1 Std. das urige Waltenberger Haus.  Für den Abstieg zurück nach Einödbach braucht man ca. 1½ -2 Std. und eine weitere halbe Stunde zurück zur Bushaltestelle in Birgsau.

Karten - und Führermaterial:

Allgäuer Kletterführer, von Stefan Meineke, Akademische Verlagsanstalt (AVA), Leipzig, ISBN 3-931 982-08-4
(Führer bei Amazon kaufen)
http://www.univerlag-leipzig.de

Allgäuer Alpen, Bayerisches Landesvermessungsamt, ISBN 3-86038-011-7
(Karte bei Amazon kaufen)
http://www.geodaten.bayern.de