Blassengrat (2139m - 2703m)

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Blassengrad und Alpspize im SommerBlassengrat und Alpspitze im Winter

Blassengrat - Überschreitung III

Talort: Garmisch - Patenkirchen (705m)
Forum: Kletterforum zum Wetterstein
Wetter: Wetter in Garmisch Patenkirchen
Tour: Blassengrat - Überschreitung III
Schwierigkeit: Einige stellen III, sonst meist II und I, 2 Abseilstellen á 20 Meter.
Charakter: Sehr schöne und Luftige und abwechslungsreiche Gratüberschreitung. Von brüchig bis fest sind alle Felsqualitäten anzutreffen, wobei aber das feste Gestein überwiegt. Für Eintagsbegehungen ist ein flottes Tempo empfehlenswert, vor allem im Winter wird der Grat recht lang. Neben dem Jubiläumsgart ist der Balssengrat eines der beliebtesten Winterziel in den nördlichen Kalkalpen. Für eine Winterbegehung sollten die Gehzeiten ungefähr verdoppelt werden.
Absicherung: Es stecken nur sehr vereinzelt Normalhaken, an den Abseilstellen sind Bohrhaken bzw. Schlingen vorhanden. Zur besseren Absicherung empfiehlt es sich ein paar Keile, lange Bandschlingen und für den Notfall ein kleines Hakensortiment mit sich zuführen.
Gratlänge: ca. 2100 Meter
Seillänge: 50 Meter, Einfachseil
Tourenbericht: Winterbegehung Februar 2002
Bilder zur Tour: zu den Bildern der Tour zu den Bildern
Zustieg:

Startpunkt ist die Talstation der Kreuzeckbahn. Wer mit der Bahn anreist, fährt ab Garmisch-Patenkirchen mit der Zugspitzbahn bis zur Haltestelle Kreuzeck- und Alpspitzbahn. Mit dem Auto kann man direkt an der Talstation parken.

Mit der Kreuzeckbahn (Achtung! Die Kreuzeckbahn wird von April 2002 bis Dezember 2002 neu gebaut.) werden nun erst einmal die ersten 880 Hm überwunden. Wer auf die Seilbahn verzichten möchte benötigt ca. 2 Std. bis zum Kreuzeck Haus.
Von der Gipfelstation geht es in Südwestlicher Richtung kurz auf dem Schotterweg (im Winter Skipiste) in Richtung Hochalm bis links der Wanderweg Richtung Stuibenhütte abzweigt. Jenen Weg, vorbei an der Bernadeinhütte und einem Schlepplift, in Richtung Stuibenhütte weiter gehen bis ein Wegweiser in das Grießkar leitet. Hier jetzt durch das Grießkar zum Stuibensee aufsteigen (gute Biwakmöglichkeit).
Vom Kreuzeck bis Stuibensee benötigt man ca. 2 bis 2½ Std.

Topo:

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Routenführe: Vom Stuibensee über Steigspuren durch die Nordflanke auf den Ostgrat des Hohen Gaif . Nun direkt am Grad (I bis II) auf den Gipfel des Hohen Gaif (2288m, ca. 1Std vom Stuibensee). Vom Gaif geht es über den ausgesetzten Westgrat weiter zu einem Felsturm, an welchem auf der Westseite durch eine Verschneidung (III), an einem Bohrhaken, in eine Scharte mit Klemmblock abgeseilt wird. Erst nordseitig, dann südseitige über eine Rampe zu einer rissdurchzogenen Platte (III) und wieder hoch zum Grat. Nun ziemlich genau dem Grat folgend weiter (oft ausgesetzt II und III) auf die Blassenspitze. Weiter zu einem turmartigen Fels (mit einigen Schlingen abgebunden, evtl. neue Schlinge mitführen) hier ein zweites mal, in eine Scharte abseilen und weiter zu einer weiteren Scharte mit hohem, fingerähnlichem Turm (aus der Scharte besteht ein Notabstieg ins Grießkar). Der Turm wird auf der Südseite umgangen und widermahls hoch zum Grat. In leichter Kletterei weiter bis zur letzten Scharte des Hauptgipfels vom Hochblassen, hier nordseitig (Normalhaken) über eine etwas heikle Kletterstelle zum Gipfel des Hochblassen. (4-5 Std. vom Gaif)
Abstieg: Vom Hauptgipfel den Westgrat weiter, dort über eine Rinne mit Stahlstiften absteigen und nochmals über den letzten Gegenanstieg hoch auf den Signalgipfel. Hier wiederum an Metallstäben in eine sehr enge Scharte, von dort weiter durch die nordseitige Blassenrinne (45°) hinunter ins Grießkar. Bei der Öffnung der Rinne so hoch wie möglich nach links queren, bis man auf die Wegspur des Jubiläumgrats trifft. Über die Wegspuren bis in die Grießkarscharte, jetzt entweder über die Alpspitze und deren Nordwandsteig zum Osterfelderkopf und Alpspitzbahn (1Std.). Oder durch das Grießkar und den Zustiegsweg zurück zum Kreuzeck (3½ Std.).
Karten - und Führermaterial:

Alpenvereinsführer Wetterstein, von Stefan Beulke, Bergverlag Rother München, ISBN 3-7633-1119-X.
http://www.rother.de

Panico, Wetterstein Kletterführer, Band Nord, ISBN: 3-9268-0749-0. (Zur Zeit leider vergriffen, Neuauflage 2003)
http://www.panico.de

Alpenvereinskarte, Wetterstein- und Mieminger Gebiet, Mittleres Blatt, Nr. 4/2, 1:25000.
http://www.dav-service.de