Kletterbegriffe
A.F.
A.F. (absolutly free) bezeichnet die Begehung einer
Route mit ein- oder mehrmaligem Ausruhen an den Zwischensicherungen.
Beta
Informationen, Tips und Tricks um die Bewegungen
eine Route zu bewältigen.
Bouldern
Unter Bouldern versteht man die Kletterei an kleinen
Felsblöcken oder am Fuß höherer Wände, in einer Höhe,
bei der jederzeit ein relativ gefahrloses Abspringen möglich ist.
Die Ausrüstung beschränkt sich i.d.R. auf Reibungskletterschuhe
und Magnesia und evt. noch eine Fußmatte besser noch ein Crashpad.
"Bouldern ist vermutlich die reinste Ausprägung des Kletterns
überhaupt, ist Klettern an sich, unmittelbare Freude an Bewegung
und schwierigsten Bewegungsabläufen - frei vom Ballast behindernder
Ausrüstung und ohne nervliche Beanspruchung durch die Gefahr"
.
Beim Bouldern werden die höchsten Einzelschwierigkeiten erreicht.
Eisklettern
Im Winter kann mit Hilfe von Eisgeräten (Eispickel,
Steigeisen) an gefrorenen Wasserfällen sowie verschneiten und überfrorenen
Felsformationen das Eisklettern ausgeübt werden. Diese Form der Kletterei
ist notwendig für die Vorbereitung extremer alpiner Unternehmungen,
hat aber im engeren Sinne nichts mit Felsklettern zu tun.
Felsklettern
Felsklettern ist jede Fortbewegung, bei der es notwendig
ist, die Hände zur Erhaltung des Gleichgewichts oder auch zur Kraftunterstützung
einzusetzen. Allerdings kann in Sonderfällen der Übergang zwischen dem
gerade noch ohne Einsatz der Hände begehbaren Gelände und
tatsächlichem Klettergelände fließend sein, da die Notwendigkeit
des Einsatzes der Hände auch vom Können des Kletterers abhängt.Obwohl
man natürlichen Haltepunkten klettert, besteht die Möglichkeit,
das Seil oder Elemente des technischen Kletterns für den Aufstieg
zu benutzen.
Flash
Flash bezeichnet die sturzfreie Begehung einer Route
im Vorstieg beim ersten Versuch, nachdem man die Route abseilender Weise
besichtigt hat bzw. einen anderen Kletterer bei der Begehung der Route
beobachtet hat.
Free solo
Free solo bezeichnet das Klettern ohne Seil und geht
über die Absprunghöhe von Boulderblöcken hinaus. Bei
dieser Art des Kletterns besteht immer die Gefahr eines Sturzes mit
schweren Verletzungen oder Todesfolge.
Hangdogging
Wenn man nach einem Sturz von der letzten Zwischensicherung
weiterklettert. Diese
Vorgehensweise dient dazu, schwierige Passagen einer Route einzuüben.
On sight
Mit on sight bezeichnet man die sturzfreie Begehung
einer Route, die dem Kletterer bis dahin völlig unbekannt war.
Der Kletterer darf die Route jediglich vom Boden aus besichtigen, jedoch
darf er keinen anderen Kletterer bei der Begehung der Route zugesehen
haben.
Pinkpoint
Die Expressschlingen bleiben in die Haken eingehängt,
und der Vorsteigende macht seine sogenannte "freie Begehung".
Dieser Begehungsstil ist vor allem in sehr harten Routen die Norm.
Projekt
Wenn Ihr euch manchmal wundert, das an einigen Routen
Reepschnüre, oder Schnürsenkel im ersten Haken hängen so bedeutet
das , daß diese Route ein Projekt von irgend jemanden ist. Das heißt,
er hat sich die Arbeit gemacht sie zu säubern, Haken zu setzen
und evtl. einen Zustieg angelegt.
Deshalb ist ein Projekt für andere erst einmal Tabu - klappt es dann
mit der Begehung, kann der Erstbegeher dem Kind einem Namen und eine
geben und einen vorschlag zur Schwierigkeit geben.
Rotkreis
Wenn man nach einem Sturz das Seil nicht komplett
abzieht, sondern in der letzten
Zwischensicherung eingehängt läßt, um dann vom Boden
aus einen neuen Versuch startet, so nennt man das Rotkreis oder Jo-Jo.
Rotpunkt
Rotpunkt bedeutet, dass man eine Route im Vorstieg
sturzfrei begangen und alle Zwischensicherungen (Expressen) während
des Kletterns selbst angebracht hat. Stürzt der Kletterer bei einer
Begehung ins Seil, und möchte die Route jedoch unbedingt aus eigener
Sicherung begehen, dann muß er das Seil abziehen und vom Boden
aus neu starten.
Sportklettern bzw. Freeclimbing
Im Gegensatz zum klassischen Freiklettern, dürfen
beim Sportklettern ausschließlich
natürliche Haltepunkte verwendet werden. Es ist also nicht gestattet
sich am Seil hochzuziehen, einen Haken als Tritt zu benutzen, usw. Außerdem
wird das Sportklettern im allgemeinen als Freiklettern der extremeren
Art, d.h. in den höheren Schwierigkeitsgraden, gesehen, welches
ein ständiges Training voraussetzt.
Technisches Klettern
Das technische Klettern kommt dort zum Einsatz, wo
eine Passage nicht bzw. noch nicht frei geklettert werden kann. Grundsätzlich
muß man sich das technische Klettern als Kletterei an künstlichen
Haltepunkten, wie Trittleitern, vorstellen. Zu dem hat das technische
Klettern seine eigene Bewertung der Schwierigkeit und Gefährlichkeit.
Die Skala geht dabei ansteigend von A0 über A1 und endet bei A5.
Toprope
Das Topropeklettern (Klettern im Nachstieg bzw. mit
Seil, dass bereits im obersten Haken
eingehängt ist und umgelenkt wird) ist die sicherste Methode für
den Anfänger klettern zu gehen.
Wettkampfklettern
Hier ist wiederum eine Abgrenzung erforderlich: Sportklettern
ist nicht identisch mit Wettkampfklettern! Man unterscheidet zwei verschiedene
Disziplinen: das Schwierigkeitsklettern und das Geschwindigkeitsklettern.
Wettkämpfe finden gemäß einem Beschluß der UIAA (Union Internationale
des Associations d'Alpinisme) aus Gründen des Umweltschutzes und der
objektiven Vergleichbarkeit der Leistungen grundsätzlich nicht an Naturfelsen,
sondern ausschließlich an künstlichen Kletterwänden vornehmlich in Hallen
statt. |